Liebe Mitglieder und Freunde der Österreichischen Gesellschaft für Parapsychologie,
sehr geehrte Damen und Herren!

Wir setzen – mangels der Möglichkeit von Präsenzveranstaltungen – unsere virtuelle Vortragsreihe fort, und zwar am 19. April, wiederum als ZOOM-Meeting.

AUS DER LUFT GEGRIFFEN
Die Apport-Studien von Elemér Pap von Chengery (Budapest) 
 

Apporte („Bringungen“) sind ein Phänomen, das sowohl spontan (im Kontext von Poltergeistfällen, z.B. im Zugun- sowie im Nicklheim-Fall) wie auch bei Sitzungen mit Medien auftritt: ein Gegenstand, der vorher an einem bestimmten Ort war, erscheint plötzlich an einem anderen Ort, z.B. in einem anderen Raum.  Das Erscheinen selbst passiert meist so schnell, daß es kaum beobachtet werden kann; man sieht den Gegenstand plötzlich „aus der Luft“ fallen (Gräfin Wassilko hat dies etwas poetisch als ein „Loch in der Welt“ bezeichnet) oder das Fallen des Gegenstands bleibt unbemerkt und er liegt plötzlich einfach da.  Im 19. Jhdt. hat Zöllner, der Begründer der Astrophysik, Apporte bei dem Medium Slade beobachtet; bekanntlich hatte Zöllner eine Theorie einer vierten Raumdimension aufgestellt, die er mit derartigen Versuchen zu verifizieren versucht hat. Als alternative Erklärungshypothese wird von manchen eine „Durchdringung der Materie“ postuliert, basierend auf den großen inneratomaren Abständen, freilich etwas kurzsichtig, weil ohne die dort herrschenden Kräfte auch ins Kalkül zu ziehen. Karl Blacher hat dem Phänomen „Apport“ 1933 eine kleine Monographie gewidmet; das Thema berührt sich auch mit jener Phänomenik, für die Mary Rose Barrington das Akronym JOTT eingeführt hat.

Die vielleicht umfangreichsten Apport-Studien sind in der Zwischenkriegszeit von dem Chemiker Elemér Pap von Chengery in Budapest mit dem Mediums Lajos Pap (nicht verwandt) durchgeführt worden; Chengery Pap hat darüber ein zweibändiges Werk veröffentlicht, das leider nur in ungarischer Sprache vorliegt. Bisher war man auf auszugsweise Übersetzungen bzw. Zusammenfassungen angewiesen und konnte sich kein exaktes Bild über die tatsächlichen Verhältnisse, insbesondere über die Sicherheitsmaßnahmen gegen Betrug, machen. Das hat sich nun geändert, seitdem unser Referent, Michael Nahm, sich der Sache angenommen hat: er hat nämlich extra zu dem Zweck, Chengery Paps Veröffentlichungen im Original lesen zu können, die Sprache Ungarisch studiert! Dadurch ist es (für Nicht-Ungarn) zum ersten Mal möglich, die Experimente Chengery Paps im Detail nachzuvollziehen und seine Resultate kritisch zu bewerten. 

Vlg. auch den Aufsatz unseres Referenten „Out of Thin Air?“ in der Zeitschrift für Anomalistik.  


Referent: Dr. Michael NAHM, Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP), Freiburg i. Br.  


Dr. Nahm ist ein Mitarbeiter des IGPP im sozial- und kulturwissenschaftlichenMichael Nahm Forschungsbereich. Seinem Studiengang nach ist er Biologe, hat botanische und zoologische Qualifikationsarbeiten verfaßt, ist sehr an einer Überschau von Biologie und Parapsychologie interessiert und sympathisiert mit den Ideen von Hans Driesch (Neovitalismus). Seine weiteren Forschungsinteressen beinhalten Spuk und physikalischen Mediumismus, Phänomene im Umkreis des Todes (u. a. „terminal lucidity“), Reinkarnation (so hat er z.B. den umstrittenen Fall Udo Wieczorek [„Seelenvermächtnis“], über den in unserem Newsletter berichtet worden ist, an Ort und Stelle nachrecherchiert) sowie Geschichte der Parapsychologie (z. B. Justinus Kerner). Über diese Themen hat er vier Bücher und zahlreiche Artikel in verschiedenen Journalen, deutsch und englisch, publiziert sowie vor verschiedenen Foren referiert. Er ist ein professional member der Parapsychological Association und derzeit auch Vorstandsmitglied.

 

Datum und Zeit:
Montag, 19.04.2021, um 20 Uhr c.t.

Zoom-Meeting beitreten
https://zoom.us/j/91736874680?pwd=QXFLWDhPZG9WaTZ1UEl2SFRGL1RUUT09
 
Meeting-ID: 917 3687 4680
Kenncode: 267083

 

Website des Referenten:
http://www.michaelnahm.com/ (Englisch)

 

Details zum Ablauf:
Wie Sie sehen, ist die Veranstaltung so konform wie möglich mit unseren Präsenzveranstaltungen angesetzt – es handelt sich unserer Tradition entsprechend um einen Montag und auch die Beginnzeit entspricht dem Üblichen: der Vortrag selbst startet mit akademischem Viertel um 20:15 Uhr. Die Viertelstunde zuvor mag insbesondere jenen Teilnehmern willkommen sein, die bisher keine Erfahrung mit ZOOM haben und daher während dieser Zeit sich mit der Benutzeroberfläche vertraut machen können.

Um an der Veranstaltung teilzunehmen, klicken Sie einfach auf den folgenden Link und folgen Sie dann der Benutzerführung:

Zoom-Meeting beitreten
https://zoom.us/j/91736874680?pwd=QXFLWDhPZG9WaTZ1UEl2SFRGL1RUUT09

(Vorsicht, wenn der Link im Fenster Ihres e-mail-Clients umgebrochen ist; ggf. kopieren und in die Befehlszeile des Browsers einfügen.) 

Wenn Sie dem Meeting beitreten, erklären Sie sich konkludent damit einverstanden, daß die Veranstaltung lokal aufgezeichnet wird. Bitte, treten Sie dem Meeting möglichst  mit Video bei. Natürlich kann sich, wer unbedingt anonym bleiben möchte, statt mit dem Klarnamen auch mit einem „Nickname“ anmelden.
Während des Vortrags sind alle Teilnehmer stummgeschaltet; für die Diskussion wird die Stummschaltung dann aufgehoben.
Wir hoffen, möglichst viele von Ihnen bei dieser Veranstaltung (zumindest virtuell, sofern Sie mit Video beigetreten sind) sehen zu können!

 
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