
Wien - Wer mit purer Gedankenkraft Gegenstände bewegen kann, mysteriöse
Eingebungen hat oder einfach nur Geisterjäger ist, kann bis bis zum 8.
August im Alten Allgemeinen Krankenhauses (AAKH) seine Fähigkeiten von
seriösen Wissenschaftern unter die Lupe nehmen lassen. Zum ersten Mal
bietet Wien den zauberhaften Schauplatz für den internationalen
Parapsychologenkongress, der bereits zum 47. Mal stattfindet.
Kampf gegen Vorurteile
Mit Esoterik hat die Parapsychologie allerdings nichts zu tun.
Ganz im Gegenteil: Die Wissenschafter sind tunlichst um Seriosität
bemüht und grenzen sich von Okkultisten, Magiern und anderen mehr oder
weniger übersinnlich Begabten kategorisch ab. Mit einer Reihe von
Veranstaltungen wollen sie dies bei dem Kongress auch der
Öffentlichkeit näher bringen und Vorurteile gegenüber diesem
Forschungsgebiet abbauen, erklärte am Mittwochabend Prof. Peter Mulacz,
Vizepräsident der "Österreichischen Gesellschaft für Parapsychologie",
die die Veranstaltung in Wien ausrichtet.
Keine Esoteriker
Die Parapsychologen kämpfen aber nicht nur gegen Scharlatane, auch
manche wissenschaftliche Kollegen belächeln das ganze Fachgebiet oft
gerne und sprechen den Forschern von vorneweg jegliche Seriosität ab.
"Die Parapsychologie distanziert sich von 'Esoterik' genauso wie vom
übertriebenen Skeptizismus gewisser Gegner", so die Veranstalter.
Vielmehr gehe es darum, paranormale Phänomene in einen Raum der
Besonnenheit zu stellen und so einen Beitrag zu deren Aufklärung zu
bieten.
Nicht Was, sondern Wie?
"Die Parapsychologie hält es heute für erwiesen, dass es
'Außersinnliche Erfahrung' - also Erfahrungen oder Wahrnehmungen
jenseits der bekannten Sinneskanäle - gibt, wobei die Telepathie
(umgangssprachlich 'Gedankenübertragung') das bekannteste Phänomen
darstellt", meinten die Organisatoren. Die Forschung konzentriere sich
nicht mehr darauf, "etwas zum wiederholten Male nachzuweisen, was
längst nachgewiesen ist, sondern vielmehr darauf, herauszufinden, wie
diese Phänomene funktionieren".
Nicht zuletzt wollen die Parapsychologen dazu beitragen,
irrationale Ängste, magische Überhöhungen und andere Fehlinterpretation
abzubauen. Es sei bedauerlich, dass in Österreich noch keine
institutionalisierte Anlaufstelle existiert, die Personen, welche mit
derartigen Phänomenen konfrontiert sind und Hilfe suchen, Orientierung
und Rat geben könnte.
Das Programm ist für einen wissenschaftlichen Kongress dennoch
ziemlich ungewöhnlich. Die Themen mit denen sich die rund 100
Teilnehmer bis 8. August beschäftigen lauten etwa: "Existiert Psi und
können wir es beweisen?", "Sonderbare Menschen, seltene Ereignisse"
oder "Test der Gültigkeit der Tarotkarten".
Artikel vom 05.08.2004 |apa |ale
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Re: Wahrheit ist irgendwo von oldharleybear
Re: Wahrheit ist irgendwo von BoeseHexe
Re: Auf zu diesem Kongress! von schussel