Donnerstag, 5. August 2004   Schriftgröße: A A A  
Navigation ?berspringen
Logo der Print-Zeitung Kurier KURIER vom 5.08.
 
KIKU - Der Kinder-Kurier im Internet
Kiku
 
Abo & Club
Newsletter
Newsfeed
Sidebar
Über uns
Feedback
Hilfe
  CHRONIK

Die Wahrheit ist irgendwo da draußen

dpa
Der Leiter der bundesweit einmaligen parapsychologischen Beratungsstelle, Walter von Lucadou, und seine Mitarbeiter beantworten jährlich rund 3000 Anfragen zum Thema Okkultismus und Parapsychologie.

Wien - Wer mit purer Gedankenkraft Gegenstände bewegen kann, mysteriöse Eingebungen hat oder einfach nur Geisterjäger ist, kann bis bis zum 8. August im Alten Allgemeinen Krankenhauses (AAKH) seine Fähigkeiten von seriösen Wissenschaftern unter die Lupe nehmen lassen. Zum ersten Mal bietet Wien den zauberhaften Schauplatz für den internationalen Parapsychologenkongress, der bereits zum 47. Mal stattfindet.

Kampf gegen Vorurteile

Mit Esoterik hat die Parapsychologie allerdings nichts zu tun. Ganz im Gegenteil: Die Wissenschafter sind tunlichst um Seriosität bemüht und grenzen sich von Okkultisten, Magiern und anderen mehr oder weniger übersinnlich Begabten kategorisch ab. Mit einer Reihe von Veranstaltungen wollen sie dies bei dem Kongress auch der Öffentlichkeit näher bringen und Vorurteile gegenüber diesem Forschungsgebiet abbauen, erklärte am Mittwochabend Prof. Peter Mulacz, Vizepräsident der "Österreichischen Gesellschaft für Parapsychologie", die die Veranstaltung in Wien ausrichtet.

Keine Esoteriker

Die Parapsychologen kämpfen aber nicht nur gegen Scharlatane, auch manche wissenschaftliche Kollegen belächeln das ganze Fachgebiet oft gerne und sprechen den Forschern von vorneweg jegliche Seriosität ab. "Die Parapsychologie distanziert sich von 'Esoterik' genauso wie vom übertriebenen Skeptizismus gewisser Gegner", so die Veranstalter. Vielmehr gehe es darum, paranormale Phänomene in einen Raum der Besonnenheit zu stellen und so einen Beitrag zu deren Aufklärung zu bieten.

Nicht Was, sondern Wie?

"Die Parapsychologie hält es heute für erwiesen, dass es 'Außersinnliche Erfahrung' - also Erfahrungen oder Wahrnehmungen jenseits der bekannten Sinneskanäle - gibt, wobei die Telepathie (umgangssprachlich 'Gedankenübertragung') das bekannteste Phänomen darstellt", meinten die Organisatoren. Die Forschung konzentriere sich nicht mehr darauf, "etwas zum wiederholten Male nachzuweisen, was längst nachgewiesen ist, sondern vielmehr darauf, herauszufinden, wie diese Phänomene funktionieren".

Nicht zuletzt wollen die Parapsychologen dazu beitragen, irrationale Ängste, magische Überhöhungen und andere Fehlinterpretation abzubauen. Es sei bedauerlich, dass in Österreich noch keine institutionalisierte Anlaufstelle existiert, die Personen, welche mit derartigen Phänomenen konfrontiert sind und Hilfe suchen, Orientierung und Rat geben könnte.

Das Programm ist für einen wissenschaftlichen Kongress dennoch ziemlich ungewöhnlich. Die Themen mit denen sich die rund 100 Teilnehmer bis 8. August beschäftigen lauten etwa: "Existiert Psi und können wir es beweisen?", "Sonderbare Menschen, seltene Ereignisse" oder "Test der Gültigkeit der Tarotkarten".

Artikel vom 05.08.2004 |apa |ale

Die richtige Zeitung

Mehr Hintergrund zum Thema im
Kurier - die richtige Zeitung


MEHR IM INTERNET

* Drucken  * Versenden  * Kommentieren 

Dieser Beitrag wurde 5 mal kommentiert

Re: Wahrheit ist irgendwo von oldharleybear
Re: Wahrheit ist irgendwo von BoeseHexe
Re: Auf zu diesem Kongress! von schussel

MEHR Chronik
» Sieben Tage Chronik
 

^ nach oben