| 06. August 2004 22:44 | Leise Stimmen aus dem Teekessel? Parapsychologen tagen in Wien Sie haben drei Möglichkeiten: Sie werfen den Kessel weg, gehen zum Psychiater oder wenden sich an den Parapsychologen | |||
![]() Unerklärliche Phänomene sind nicht "außerirdischen Ursprungs", sondern können nur derzeit nicht erklärt werden
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Wien - Wenn sie leise Stimmen aus einem Teekessel hören, haben Sie drei
Möglichkeiten: Sie werfen den Kessel weg oder Sie suchen den Psychiater
ihres Vertrauens auf. Die dritte Alternative: Sie wenden sich an einen
Parapsychologen. In Wien finden man diese derzeit gehäuft: Noch bis
Sonntag findet in der Bundeshauptstadt der 47. "Weltkongress für
Parapsychologie" statt. Hellsehen, Gedankenlesen und Telekinese In 50 Vorträgen soll über Hellsehen, Gedankenlesen und Telekinese informiert werden. Dabei will man sich von Esoterikern, Satanisten und ähnlichen Scharlatanen abgrenzen, betonten die Veranstalter bei einer Pressekonferenz. Unerklärliche Phänomene seien nämlich nie "außerirdischen Ursprungs", sondern könnten nur derzeit nicht erklärt werden, versichert Peter Mulacz, Vizepräsident der heimischen Gesellschaft für Parapsychologie. Gedankenübertragung Man wolle diesen Phänomenen aber "mit wissenschaftlichen Methoden" auf den Grund gehen, sekundiert Stefan Schmidt, ein deutscher Parapsychologe. Etwa mit Experimenten im Labor, wie dem "Ganzfeldexperiment", bei dem Gedankenübertragung nachgewiesen werden soll. 79-mal wurde der Versuch in den vergangenen 30 Jahren durchgeführt, die Ergebnisse waren allerdings recht wechselhaft, teilweise wäre die Erfolgsquote durch bloßes Raten höher gewesen. Die Experten gestehen auch ein, dass unheimliche Erlebnisse manchmal recht simple Erklärungen haben: Der sprechende Teekessel beispielsweise gab nur das Radioprogramm wieder, dass von einem nahen Sender ausgestrahlt worden ist. (moe, rod, DER STANDARD Printausgabe 6.8.2004) |
